An incredible Job


Simon Thomas, gemeinsam mit seiner Frau Lisa seit 14 Jahren auf Weltreise, hat im heißen Süden Nordamerikas eine Sitzbank mit DriRide Technologie von Touratech erprobt.

Text und Fotos: Simon Thomas  

Ist es dir auch schon mal so gegangen, dass du ein Produkt gesehen hast, dessen Konzept so glasklar und schlüssig ist, dass du dachtest: »Warum ist das nicht schon längst jemandem eingefallen? Und – warum bin eigentlich nicht ich auf diese Idee gekommen?« Mir schossen diese Fragen jedenfalls spontan durch den Kopf, als ich begann, mich mit der DriRide Sitzbank von Touratech zu beschäftigen.


Doch wenden wir uns der Praxis zu. Nach Stunden auf einer konventionellen Sitzbank wird es hübsch heiß am Gesäß, Druckstellen bilden sich und die ganze Sache wird – sagen wir mal – ziemlich ungemütlich. Es stellt sich so schön langsam die Frage, wozu du das ganze Geld für deinen Gore-Tex-Anzug ausgegeben hast, wenn er zwischen Hinterteil und Bank eingequetscht nicht die geringste Chance hat zu »atmen«, also deine Körperfeuchtigkeit in die Umwelt zu entlassen.
Nicht nur dem leidigen Thema Schwitzen hat sich Touratech gewidmet, mit den DriRide Sitzen geht der Zubehörhersteller mit großer Konsequenz gleich ein ganzes Bündel Probleme an, die Motorradfahrer seit Generationen nerven.

Perfekte Passform

Ich installierte den DriRide Sitz, als ich meine neue R 1200 GS Adventure bei BMW Motorrad in River­side nahe Los Angeles übernahm. Nachdem ich die Serienausführung gefahren war, wusste ich, dass ich einen etwas höheren Sitz benötige, damit meine Knie im Sitzen nicht zu sehr angewinkelt sind. Also bestellte ich die hohe Ausführung des Touratech Sitzes. Die Bank hat eine exakte Passform und rastete spontan ein. Die Sitzposition war sofort perfekt.

Hochwertiger Schaum
Zur ersten Bewährungsprobe sollte ein Blitzbesuch auf der AIM Expo in Orlando werden, der uns von der Westküste, wo wir die Bikes aufgebaut hatten, bis nach Florida führte. Vier Tage dauerte der Trip. Schon nach dem ersten Tag hatte ich mich in den neuen Sitz verliebt. Acht Stunden waren wir gefahren, und ich hatte nicht einmal das Bedürfnis, meine Sitzposition zu verändern!
Schon kurz hinter Los Angeles begann der endlose Highway. Der DriRide Sitz machte seine Sache wirklich gut, indem er all die feinen Vibrationen und härteren Stöße, die sich normalerweise vom Motorrad auf den Fahrer übertragen, herausfilterte. Zugegebenermaßen habe ich ein High-End-Fahrwerk und fahre ein echtes Traummotorrad, dennoch traue ich mir zu, auf Basis schmerzhaft erworbener Erfahrung zu urteilen, dass der sogenannte »Ergo Response Long Distance«-Schaumstoff den Unterschied macht.

Alles dicht?
Um ehrlich zu sein, das Versprechen von Touratech, dass der Sitz wirklich zu 100 Prozent wasserdicht ist, war für mich zunächst einer der Hauptgründe, weshalb ich ihn unbedingt haben wollte. Es gibt für mich fast nichts Schlimmeres, als frühmorgens auf einen kalten, feuchten, wassergetränkten Sitz zu steigen.
Auf unserer Tour nach Florida hatten wir tatsächlich einige sehr frühe Starts nach durchregneten Nächten. Und? Ich musste nicht ein einziges Mal unter dem Nasse-Hintern-Syndrom leiden. Interessant finde ich in diesem Zusammenhäng, dass Touratech eine eigene Technologie namens »Rain Block« zur Abdichtung einsetzt. Das ist sicherlich keiner der schillerndsten Markennamen – aber unglaublich wirkungsvoll.

Es atmet wirklich!
Das andere Ende der Temperaturskala erlebten wir in Baja California. Drei Monate waren wir auf der langgestreckten wüstenhaften Halbinsel vor der Westküste Mexikos unterwegs, viel offroad aber auch auf endlosen Asphaltetappen. Während die Temperatur die 40-Grad-Marke überstieg, und unsere Lippen von der heißen trockenen Luft rissig wurden, machte der DriRide Sitz seinen Job. Ich möchte sogar soweit gehen, ihn als Klimaanlage fürs Gesäß zu bezeichnen. In einer Welt voller Werbeversprechen finde ich es im Wortsinne erfrischend, wenn ein Produkt genau das leistet, was der Hersteller behauptet.

Design
Da ich gerne offroad unterwegs bin, konnte ich mit den geteilten Sitzen von BMW nie viel anfangen. Die Stufe stört mich, wenn ich im Gelände meine Position verändere. Deshalb habe ich mich für die einteilige Version der DriRide Sitzbank entschieden (Einzelsitze sind ebenfalls erhältlich). Für mich ist weniger oft mehr, und dieser Sitz macht genau das, was ich von ihm erwarte.

Qualität
Wie es sich für ein Produkt im Premiumsegment gehört, sind Detailgenauigkeit und Verarbeitungsqualität des DriRide Sitzes überragend. Von der eigens entwickelten Formgebung bis zu den Nähten und dem Material können alle Aspekte überzeugen.

Fazit
Wenn du dich auf deinem Bike nicht wohlfühlst, bist du abgelenkt. Wenn du abgelenkt bist, leidet die Sicherheit. Ganz gleich, ob Gelegenheitsfahrer oder Vollzeit-Abenteurer – jeder profitiert von der DriRide Technologie.

Alle Infos zu den Touratech Sitzbänken findest du hier. Touratech Sitzbänke gibt es für alle Jahreszeiten und Einsatzzwecke.

Simon und Lisa Thomas  
Es war kurz vor Mitternacht am 18. Mai 2003, als Simon und Lisa Thomas die Eingangstür ihres Hauses in Somerset verschlossen. Dann fuhren sie schweigend in die Dunkelheit. Dies war der Beginn zur längsten Non-Stop-Motorradweltreise aller Zeiten, die bis heute andauert. 122 Länder haben die Abenteurer schon bereist – und sind kein bisschen reisemüde. Weitere Informationen unter  www.2ridetheworld.com

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